Was nicht das Ying ohne das Yang, die Sonne ohne das Meer und die Socken ohne die Sandalen, das sind die Rote Mojo ohne die Grüne. Um dich also nicht weiter auf einem Bein stehen zu lassen und das perfekte Duo der Kanarischen Küche zu komplettieren, werde ich dir heute das Rezept für die Grüne Mojo verraten.

Solltest du jetzt erst einsteigen, empfehle ich dir, dich zuerst mit der pikanten Variante vertraut zu machen – hier geht’s zum Rezept.

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Im ersten Teil erwähnte ich bereits, dass man die Grüne Mojo Sauce hauptsächlich zu Fisch- und Gemüsegerichten, den “Papas arrugadas” und zu Brot serviert. Deiner Kreativität sei dadurch aber keine Grenzen gesetzt! Du kannst sie ebenso mit gebackenem Ziegenkäse, Salat und Fleisch essen. Die Mojos sind schlichtweg die knoblauchlastigen Universalwaffen der Kanaren. Kein Wunder, dass man bei all dem spirituellen Aberglaube auf der Insel noch nie von Vampiren gehört hat.

Geschmacklich besteht zur scharfen roten Variante ein großer Unterschied, denn Mojo Verde basiert auf Kräutern. Selbstverständlich gehen dabei wieder die Meinungen der Inselbewohner hinsichtlich der Zutaten auseinander. Für die Einen ist Petersilie die Basis, für die Anderen bildet frischer Koriander die Grundlage. Ehe du dich entscheiden musst, habe ich meinem lieben befreundeten Koch ein Rezept mit beiden Kräutern als Zutat entlockt.

 

Man nehme…

  • ca. 4/5 Zehen Knoblauch
  • 1 Bund Petersilie glatt
  • 1 Bund Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Pfeffer, Salz
  • (Weißwein-)Essig
  • Olivenöl (3 Anteile Öl auf einen Anteil Essig)
  • je nach Geschmack und gewünschter Konsistenz: Mandeln

 

 

Und so wird es gemacht:

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Wasche die Kräuter und zerkleinere Sie mit einem Messer sehr stark. Schäle die Knoblauchzehen und hacke sie, ebenso wie die Mandeln, in kleine Stücke. Alternativ kann ein elektrischer Zerkleinerer viel Arbeit abnehmen.

Möchtest du es traditionell halten, kannst du mit einem Mörser arbeiten und gibst die gehackten Zutaten entsprechend in die Mörserschüssel. Eine kleine Schüssel bzw. der Behälter vom Zerkleinerer funktionieren natürlich ebenso.

Gib nun ein wenig Öl zu der Masse und füge die Gewürze und Essig hinzu. Rühre das Ganze und bearbeite es gegebenenfalls mit dem Mörser bzw. dem Zerkleinerer. Füge je nach geschmacklichem Bedarf und der gewünschten Konsistenz weiterhin Essig und Gewürze hinzu und schließe am Ende mit Öl ab. Lasse den Mojo Verde danach gut durchziehen. Du kannst ihn dann frisch servieren und den Rest im Kühlschrank lagern.

 

Der Bonus vom Roten Mojo gilt übrigens auch für den Grünen: einmal zubereitet und in einem verschlossenen Gefäß abgefüllt hält sich die Soße je nach Qualität der Zutaten mehrere Wochen bis sogar mehrere Monate lang!

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Kochen und drücke dir die Daumen, dass es gelingt! :-)