Die Pimientos de Padrón sind kleine grüne Bratpaprika, die in der sonst recht fleischlastigen kanarischen Küche jedes Vegetarierherz vor Freude hüpfen lassen. Aber auch für die hartgesottenen unter uns bringen sie Spaß, wird ihr Genuß doch sogar mit russischem Roulette verglichen.

 

Die Pimientos de Padrón stammen ursprünglich aus der Umgebung des Ortes Padrón in Galizien auf dem spanischen Festland, wo man jeden Sommer bis zu 15.000kg der Schoten erntet. Nach Padrón gelangten sie im 16. Jahrhundert mit den Franziskanern aus Mexiko und sie verbreiteten sich schnell als typisch spanisches Tapas-Gericht im gesamten Land – so auch bis auf die Kanaren und damit bis auf Teneriffa.

Charakteristisch für die kleinen Schoten ist, dass sie unterschiedliche Schärfegrade haben. Manch ein Canario bringt deshalb beim Bestellen des Gerichtes den Spruch an, dass es sich um russisches Roulette handelt: man weiß nie, ob man die eine erwischt, die einen vor Schärfe umhaut! Ich hatte bis heute Glück, die Pimientos, die mir bisher serviert wurden, waren im Gegenteil eher sehr mild. Nichtsdestotrotz würde ich es nie wagen, die Legende der einen, einzig wahren und superscharfen Paprikaschote in Frage zu stellen – sie ist bestimmt irgendwo da draußen ;-).

Jedoch sind die Pimientos de Padrón als Vorspeise, Beilage oder Tapas nicht nur so beliebt, weil sie frisch und lecker sind, sondern auch, weil ihre Zubereitung so kinderleicht ist.

Pimientos al Padrón Zubereitung

Man nehme…

  • je nach Bedarf kleine grüne Paprikaschoten (in Spanien erhält man sie im Obst- und Gemüsehandel direkt als “Pimientos de Padrón)
  • grobes Meersalz
  • Olivenöl

Und so wird es gemacht:

Erhitze das Olivenöl in einer tiefen Pfanne oder einem Topf, sodass die Schoten etwa halb bedeckt sind. Achte darauf, kein zu flaches Gefäß zu verwenden, da es beim Braten stark spritzen kann. Brate die Pimientos etwa zwei bis drei Minuten stark darin, bis sie braun werden (dunkle Stellen sind kein Problem, ganz im Gegenteil). Sobald die Haut der kleinen Paprika blasen wirft, kannst du sie heraus nehmen und leicht auf Küchenpapier abtropfen lassen. Bestreue sie mit dem groben Salz und serviere sie noch heiß.
 

Du siehst also, Kosten und Aufwand halten sich bei den Pimientos de Padrón sehr in Grenzen und du hast mit wenig Mitteln und Mühe ein großartiges Gericht mit Urlaubs-Flair gezaubert. Dazu passen Papas Arrugadas, Serrano Schinken und andere typische Tapas-Gerichte.
 

Pimientos al Padrón mild

Ich wünsche dir einen guten Appetit und solltest du eine scharfe Paprika erwischen – Lass es mich wissen! :)